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Leiterin der Geschäftsstelle

Dr. Kirsten Hennrich

KIT Zentrum Klima und Umwelt
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Wissenschaft und Forschung als Basis für eine zukunftsorientierte Flusspolitik

Dr. Birgit Esser
Frau Dr. Esser berichtet von der Arbeit der Bundesanstalt für Gewässerkunde
Frau Dr. Esser berichtet von der Arbeit der Bundesanstalt für Gewässerkunde
Interessierte Gäste im Gartensaal
Interessierte Gäste im Gartensaal
Prof. Franz Nestmann (KIT), Dr. Birgit Esser und Prof. Thomas Leisner (KIT)
Prof. Franz Nestmann (KIT), Dr. Birgit Esser und Prof. Thomas Leisner (KIT)
Angeregte Diskussion beim anschließenden Empfang
Angeregte Diskussion beim anschließenden Empfang

„Trocknet der Rhein im Sommer aus, wenn die Gletscher abgeschmolzen sind?“ Dies ist nur eine von vielen Fragestellungen, die die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz bearbeitet. Deren Leiterin Frau Dr. Esser berichtete im Rahmen der diesjährigen KIT Environment Lecture über die vielfältigen Aufgaben der Bundesanstalt und ihren Beitrag zu einer zukunftsorientierten Flusspolitik.

Über 100 Gäste folgten im Gartensaal des Schlosses Karlsruhe Birgit Essers spannenden Einblicken in die Arbeit einer Ressortforschungseinrichtung. Die Bundesanstalt führt nicht nur eigene Forschungsvorhaben durch, sondern berät auch die Politik unter anderem im Bereich der Gewässerentwicklung. Denn die vielfältige Nutzung von Flüssen – z.B. als Wasserweg, als Lebens- und Erholungsraum für Tiere und Menschen und als Ableiter von Abwasser – führt zu besonderen umweltpolitischen Herausforderungen.

Eine davon ist es, die ökologische Durchgängigkeit von Flüssen sicherzustellen, um Lebensräume von Fischen und anderen Lebewesen in Flüssen zu erhalten. Eine andere ist der Umgang mit den über 10.000 neuartigen Schadstoffen, die permanent in Gewässer eingetragen werden. „Die Stoffe und deren Wirkungen sind vielfach immer noch völlig unbekannt.“, so Frau Dr. Esser. Aufgabe der Bundesanstalt ist es deshalb, die Stoffe und ihre Eintragsquellen zu identifizieren und Handlungsoptionen zu erarbeiten. Auch die klimabedingte Veränderung von Wasserstraßen ist ein Thema der Bundesanstalt. Mit verschiedenen Modellen kann die Veränderung der Flusspegel für die nahe und ferne Zukunft simuliert werden. In Bezug auf den Rhein wurden auch die Anteile ermittelt, die Regen, Schnee und das Eis der Gletscherschmelze am Gesamtabfluss haben. Hier kann Frau Dr. Esser die Zuhörenden beruhigen: „Auch ohne alpine Gletscher ist keine Austrocknung des Rheins zu befürchten.“

Beim anschließenden Empfang im Turmzimmer ließen Publikum und Frau Dr. Esser den Abend mit Gesprächen in entspannter Atomsphäre ausklingen.